Donnerstag, 2. Februar 2023

invernaderos tenerfeños,Treibhäuser für die Landwirtschaft auf Teneriffa

Die Landwirtschaft auf Teneriffa und den anderen Kanarischen Inseln nutzt in der Regel Gewächshäuser mit dünnen Netzen, um die Kulturen vor zu viel Wind und Sonne zu schützen. Kulturen, das heißt traditionell Tomaten bis Bananen, neuerdings auch Avocados und anderes, das bisher importiert wurde, aber auch hier gedeiht. Die jüngst angelegten Freiflächen dienen nur dem Weinbau.

Die Gewächshäuser für Bananen
https://www.cultesa.com/invernadero/ 
sind bis über 8m hoch und nutzen eine spezifische handwerkliche Technik dünnen Stahlrohren als Stützen und meist 2 und 3-adrige Seilen hi zum verspannen. Die Seile sind verdrillt aus verzinktem ca 3mm Stahldraht oder nichtrostendem Stahl. Damit wird eine Haltbarkeit von 25 Jahren und mehr erreicht. Das Gewächshaus wird von spezialisierten Unternehmen offensichtlich von der Planung bis zur Wartung handwerklich betreut. Genehmigungen und Förderung unbekannt.
Nach meiner Anschauung und einem ersten Gespräch mit einem Photovoltaik erfahrenen Gewächshaus -Hersteller könnte diese Technik auch für das Tragen von Photovoltaik-Modulen weiterentwickelt werden. Damit würde eine äußerst kostengünstige Technologie für die Agri -PV aber auch für Membrantragwerk -PV geschaffen.
Work in progress.

Mittwoch, 1. Februar 2023

Solar City Grünwalder Weg Unterhaching

Unterhaching hat eine Einkaufsmeile der Großmärkte: am Rand des Gemeindegebiets, seinerzeit über Nacht gebaut, kritisch gesehen eine architektonische Wüste. Zweckbauten, Parkplätze, Hauptstraße Grünwalder Weg, drei Kreisverkehre, schön bepflanzt als Höhepunkte. 

Und jetzt: Mit der Hauptstraße samt den Kreisverkehren als Zentrum wird dies ein Eldorado eines großen, verbindenden Photovoltaik-Membranbauwerks sein, eine Solar City, welche dem Ganzen ein wahres Rückgrat geben wird, es gar zur einer Attraktion machen wird und der Gemeinde auf dem Weg zur Klimaneutralität 2030 ein gewaltiges Stück weiterhelfen wird. 
Das PV- Membranbauwerk darf als Hommage an Behnisch et al., die Schöpfer des Olympiadachs in München verstanden werden.
Nach meiner ersten Idee, im Bild derzeit leider nur bei Twitter @u_stein , sind 3 Hauptpfeiler an den Kreisverkehren des Grünwalder Wegs die wichtigsten tragenden Stützen für das leicht durchhängende hohe Firstseil von Ost nach West über dem Grünewalder Weg. Sparrenseile zu einem Spannseil am unteren Ende, von den beteiligten Frei Otto am Olympia-Dach so genannt, fallen sanft nach Süden ab. Sie tragen die horizontalen Lattenseile zwischen denen Standard- PV-Module mit Abständen oder wie ein Schachbrett montiert sind. Die Lattenseile sind isoliert gespannt und dienen auch als Ableitungen für den Strom.
Nach Norden ähnlich aufgebaut, steil ein Schutz gegen die Haupt-Windrichtung NW, zu einem nördlichen Spannseil. Er könnte, wie der Süden, mit PV-Modulen, aber dicht bestückt sein.
Parallel zur A995 führt noch eine PV -Zunge nach Süden bis zum nächsten Kreisel nahe Taufkirchen. 
Der First mit dem Mittelteil des Daches wäre über der Verkehrsfläche Grünwalder Weg, ähnlich wie die Zunge über der Verbindungsstraße und gehört der Gemeinde Unterhaching. Durch die Gestaltung mit Spannseilen könnten, je nach den Vorstellungen der Besitzer der Parkplätze, diese in das PV- Gesamtbauwerk einbezogen werden.
So die erste Idee.

Wie weiter mit der Idee? Drei Schritte sind wohl nötig, in Kürze:
1. Klimawerkstatt Unterhaching
2. Forschung und Entwicklung
3. Realisierung
Zu 1: Die Idee sollte als Projekt von der Klimawerkstatt aufgenommen und mit einer Priorität versehen werden.
Zu 2: Im Gegensatz zu PV mit Aufständerungen jeder Art und Anwendungen von Dächern bis zur Agri -PV ist das PV-Membrantragwerk erst noch ein Thema für F&E. Es gibt zwar, anders als beim Start des Olympiadachs, von statischen und dynamischen Rechenwerken bis zur Konstruktion viel Wissen. Aber seine kostengünstige, minimalistische  Anwendung für PV braucht noch viel Forschung und Entwicklung, sicher auch geförderte Projekte.
Zu 3: die Realisierung eines großen Projektes braucht einen Wirtschaftsplan, der auf den Ergebnissen von 2. Und realisierten kleineren versuchen beruht... Also Zeit. Daher, jetzt mit den Schritten 1 und 2 beginnen und dafür Partner z.B. bei der TUM suchen, wie ich es schon initiiert habe.

Work in Progress.

Montag, 26. Dezember 2022

Die Reise der Erinnerung

Jennifer Egan: die Farbe der Erinnerung. Vorab, ich werde das nicht zu Ende lesen, kann das nicht zu Ende lesen. Die Erzählung der spätpubertären Phoebe auf den Spuren ihrer in Italien umgekommenen Schwester ist gut und schlüssig. Aber wie Egan das füllt, Stoff aus Reiseführerern von San Francisco bis München bin ich jetzt, oder gar Stoff aus 1000 places you have to see before you die, jetzt noch Stoff der RAF aus Geschichtsbüchern, zu viel. Jede AI könnte das jetzt zu Ende schreiben.... Doch ich weiß, die Autorin wird noch ca zwei größere Überraschungseier eingebaut haben, ohne mich.

Sonntag, 6. November 2022

Hommage à Turell

Vielleicht ist es eine zweite Hommage à Turell, da ich schon am 30.8.2018 in diesem Blog unter Turells Oval über zwei Codismus -Werke nach ihm geschrieben und auch den veröffentlichten small basic Code zitiert habe.
Heute geht es erst Mal um Ideen zur Installation dieses Genres. Codismus in Small Basic, sicher, aber Weg vom Bildschirm in den Raum mit mindestens einem Projektor. Und die Projektion nicht direkt, sondern über mobile Spiegel, auch halbdurchlässig, auch strukturiert. Mobil heißt, sich drehend, pendelnd, in Winde wehend.

Freitag, 16. September 2022

Peter Godfrey-Smith: Other Minds

Peter Godfrey-Smith: Other Minds. The octopus and the evolution of intellligent life. Ein wunderbares Buch, für mich auch ein Lehrbuch eines berufenen Professors für history and philosophy of science. Noch bin ich mittendrin fasziniert am Lesen, am Lernen. Allein die Beschreibung, wie schwer sich die Oktopus-Individuen, im Labor in Aquarien eingesperrt, in Untersuchungen zur Intelligenz, die sich bei Tauben und Ratten bewährt haben, erfassen lassen, zeigt die Defizite der gängigen Methoden. Sicher wird Godfrey-Smith bald schreiben, wie es besser geht.

Derweil verfolgt mich die Idee, wie man durch Modelle der artificial intelligence (AI) diese ungewöhnlichen Tiere besser verstehen könnte. Sie besitzen 500 Millionen Nervenzellen in einer gänzlich anderen  Architektur als bei den Wirbeltieren. Nahezu zwei Drittel davon befinden sich in den 8 ähnlichen Armen, ein gutes Drittel zentral nahe den säugetierähnlichen Augen(Seite 67/235 in Godfrey-Smith). Nicht nur die 8 Arme haben eine hoch repetitive Architektur der Neuronen sondern noch viel mehr jeder einzelne Saugnapf mit der Größenordnung von 10000 Neuronen, teils spezialisiert auf Berührung und Geschmack. Ist hierfür mit der AI eine Art re-engineering des Nervensystems und seiner Fähigkeiten eines Oktopus möglich?
Fund: https://edgy.app/octopus-inspires-ai
Weiterlesen, work in progress.

Sonntag, 21. August 2022

Werner Herzog

Werner Herzog: Das Dämmern der Welt. Von den Filmen des fanatischen Machers Werner Herzog habe ich keinen ausgelassen. Seine Theorien, beinahe besessen vorgetragen in einem eigenen Bayerisch waren immer Illustrativ, aber nicht immer überzeugend. Auf US-english mit einem strong accent ist er sicher die urige Wucht. Und sehr erfolgreich.
In einem jüngsten BR Interview zu seinem 80ten betont er seine Überzeugung, dass seine Bücher seine Filme überleben werden und unterstreicht, dass er Schriftsteller und Dichter ist. 
Ich habe mir umgehend ein jüngeres Buch von ihm besorgt und an dem gestrigen Regennachmittag gelesen. Seine Geschichte des japanischen Soldaten, der Jahrzehnte lang auf einer Insel weiter Krieg führt. Er erzählt in ihm ähnlich wie er Filme macht, wunderbar mitreißend. Aber was er erzählt ist nicht immer überzeugend, häufig störend. Die Nacherfindung des Düsenflugzeugs aus dem verrückten Soldatenspiel im Dschungel einer bewohnten philippinischen Insel, immer auf der Flucht vor Verfolgern ist ebenso wenig überzeugend wie das Erfassen des übrigen Fortschritts. Meine Frage, wie kann man nur so auf einen Befehl über Jahrzehnte fokussiert sein, bleibt letztlich unbeantwortet. Also ist Werner Herzog doch ein Soldat, wie er vorgibt, ich nicht.

Mittwoch, 13. Juli 2022

Balkonklimaanlage1

Das "Balkonkraftwerk", das privat gewonnene Photovoltaik-Energie mit bis zu 600 W ins Hausnetz über eine Phase einspeisen darf auf der Basis einer "Anmeldung einer steckerfertigen Erzeugungsanlage" an den Netzbetreiber und beim Marktstammdatenregister hat einen überraschenden Erfolg erlebt.
Ich wünsche mir, eine "Balkonklimaanlage" würde in ähnlicher Form beim angesagten Sparen oder gar Beenden von Fossilem in Form von Gas oder Öl fürs Heizen mit großer Verbreitung helfen! 
Kann sie auch "steckerfertig" selbst, do it yourself(DIY), aufgebaut werden? Eine Recherche im Netz, insbesondere bei YouTube zeigt mit realisierten Beiträgen von beispielsweise Andreas Schmitz, dass dies nach dem Stand der Technik mit Klimaanlagen zu schaffen ist, siehe auch https://klimaanlagen-ratgeber.de/klimaanlagen-infos/die-beste-klimaanlage-fuer-die-wohnung/ .  Bei den technischen Begriffen zur Recherche ist zuerst eine Split-Klimaanlage zu betrachten, wobei Split die Trennung von Aussengerät mit Wärmepumpe und Innengerät mit Luft-Umwälzung im Innenraum bedeutet. Die beiden Einheiten müssen duch Kältemittel-Leitungen für den Hin- und Rücklauf verbunden sein. Eine besonders günstig zu montierende Verbindung nützt das Quick-Connect Verfahren mit speziell vorbereiteten Leitungen.https://www.klimahero.de/Quick-Connect-Montage-Set-fuer-Multisplit-Klimaanlagen-mit-3-Innengeraeten.html . Allerdings braucht es nach EU Verordnung für die Inbetriebnahme eines Gerätes mit offenem Kühlkreislauf ein zertifiziertes Unternehmen.
Die Bemessung der Leistung einer Split-Klimaanlage zur Heizung scheint, siehe Andreas Schmitz, besondere Beachtung verdienen. Möglicherweise wird bei den Rechenbeispielen für eine Klimaanlge ein wesentlich kleinerer Temperaturunterschied zur Umgebung angenommen als beim Heizen. Zusammenfassend scheint es nach dem Stand der Dinge empfehlenswert, keinen Alleingang zu wagen, sondern ein bewährtes Rezept nachzubauen.
Work in progress.