Donnerstag, 27. Februar 2014

Zu Jo Lendle: was wir Liebe nennen

Der Roman beginnt skurril und bleibt es auch. Der Roman beginnt spannend und bleibt es auch. Roman?? Was wir Liebe nennen wurde für mich mit jeder Zeile mehr ein Märchen mit einem Zauberer und einer Fe und noch allerlei anderem Märchenhaftem. So stört es mich auch nicht, dass es einen männlicher Autor hat, dessen Verzauberung durch das andere Geschlecht aus allen Zeilen zu schimmern scheint. Lesenswertes Märchen, aber am besten genug Zeit einplanen, um es in einem Zug zu lesen.

Sonntag, 23. Februar 2014

Literatur in jeder Form

Ich liebe Literatur.
In welchem Kleid, das hängt von der Feier ab.
- Taschenbuch, wenn die Tasche des Gewands groß genug und der Titel billig im Regal greifbar sein soll- um eines Tages weggeworfen zu werden.
-Audiobuch, wenn sich der Text zum hören eignet und Literatur im Auto gefragt. Martin Suter Ein perfekter Freund... und kleine Welt, Genüsse an die ich mich erinnere. Pearl S. Buck, unerhört.
-ebook, wenn viel leicht lesbar sein soll. Im Bett, toll, selbst mit dem S3. Zum Genuss trägt das Gewicht, die Haptik und Beleuchtbarkeit viel bei. Das schwere Tab ist zweite, nein dritte Wahl.
-Schönes Buch zum feierlichen fühlenden betrachten.
-Gebundenes Buch, für jahrzehnte im bücherschrank zur Freude beim hinschreiten und herausholen. Es ist ein Dutzend Umzüge wert.
-sicher habe ich noch eine Form der Literatur vergessen, Literatur verzeih!
-Verfilmte Literatur, die Vorsilbe ver sagt alles. Ausnahmen sind tolle Filme, denen eher zufällig ein verlegtes Buch vorausging.

Samstag, 22. Februar 2014

Zum Stil meiner Posts

Da die Posts mit der blogger-app von android auf dem smartphone geschrieben sind, unterstützt vom Editor, übernehme  ich die Großschreibung weitgehend wie von ihm vorgeschlagen.   Das ist schneller. Und mit ausreichend Redundanz zum Verstehen. Produktion vor Korrektur.

Zu Jennifer Egan: Black Box

Eine experimentelle Novelle einer Dozentin für creativ writing, so viel vorab. Das Experiment: die schreibe besteht nur aus tweets. Das bewirkt einen herben stil, in diesem Fall eine folge von Anweisungen.  Passend zum stoff, einem post-flemingschen 007aus dem Jahre 2040 oder so, aber mit den klassischen Klischees oder lieber formuliert, Ikonen. Amüsant kurz und schnell zu lesen.  Zeigt auch die Grenzen durch die tweet-struktur, trotz der glättenden Funktion der Übersetzung.  Daher: im Original lesen. Fazit:ein Experiment, aber gelungen.

Veröffentlichung vs verheimlichung

Sollte ich, statt den keep- notizzettel zu gebrauchen, lieber eine app zum Posten nehmen? Zugänglich wäre es dann sicher. ..für jeden. Und allemal müsste/sollte das ein post-tweet paar sein.
Wozu? Ein Experiment. Mit welchem Material?
#Da ist das "zu gelesenem", meine persönlichen Impressionen zu Gelesenem.
#Da sind Notizen meines keep, warum nicht?
#Da gibt's Fotos, ohne und mit Kommentaren.
Wie gesagt, ein Experiment.

Freitag, 18. Oktober 2013

CartaMicro für Holz-Microhäuser


Da war die Notiz über Microhäuser in Japan, die mir einen Tweet entlockten. Und da ist die grässliche Not mit den Studentenwohnungen in den deutschen Uni-Städten. Und es gibt den wundervollen Werkstoff Holz samt seinen Derivaten.

Wie lange wird es dauern, bis sich die drei gefunden haben? Bis für Studenten Microhäuser einzeln und in Kolonien wachsen? Idee, Material und Nachfrage sind da, fehlen noch die Macher.



Die Architekten, die Komponenten zu Modulen fügen, aus denen sich Microhäuser nach Möglichkeit des Ortes konzipieren lassen, Kolonien formen. Holz als bevorzugten Werkstoff, die wie auch immer begrenzte Lebensdauer nicht aus dem Auge verlierend. Non Profit und Profit- Entwickler die das durchziehen. Nutzer.

Die Zeit ist reif, eine Carta für Microhäuser zu schreiben, eine CartaMicro. Eine zeitgemäße hommage an die charte d'athhenes, die Le Corbusier seit 1933 für die Städte entwickelte.

Freitag, 11. Oktober 2013

Digitale Literatur


Digitale Prosa und Lyrik, vulgo ebook

Ein Essay, eine Novelle, ein Roman oder eine Sammlung von Gedichten sind im Kern Werke in alphanumerischen Zeichen. Sie können ohne Verlust von Information digitalisiert werden.
Setzer, Buchdrucker und Buchbinder können diese Information im Rahmen einer Verlagsarbeit  veredeln und fassbar machen, indem sie ihr Buchform geben. Das Buch ist eine zur Tradition gewordene Verpackung und Speicherung für die schriftstellerischen Inhalte, für Jahrtausende die wichtigste Überlieferung schließt man die handgeschriebenen Bücher mit ein. Das Buch ist heute das Ergebnis einer Wertschöpfungskette, die dem Autor nur einen Anteil in der Größenordnung von 20% des Preises zugesteht, den der Endnutzer bezahlt. Bei einem Wandel weg von der beherrschenden Rolle des Buchs verlieren die, welche die 80% einnehmen. Sie haben allen Grund für ihre Anteile an der heutigen Wertschöpfungskette des Buches zu kämpfen. Aber, sie sollten das Buch an sich nicht als Säule unserer Kultur darstellen. Säule unserer Kultur ist nun mal der literarische Inhalt.

Für einen der in der digitalen Welt, in der wir unbestritten leben, allein den schriftstellerischen Inhalt lesen will und ihn auch verarbeiten will ist das Buch ein Drumrum, manchmal gar ein Ballast. Und eine Fokussierung auf den Inhalt und neue Vertriebswege und Speichersysteme, sprich Bibliotheken, müssen der Kultur der Literatur keinen Abbruch tun, ganz im Gegenteil. Es sollte gelingen unter der bald mehr als eine Milliarde Nutzern von Smartphones, die alle als einfache Lesegeräte für Ebooks geeignet sind, mit neuen, raffinierten aber angemessenen Vertriebsmethoden möglichst viele Leser für Literatur zu gewinnen. Dies erfordert andere Wertschöpfungsketten mit anderen Margen. Wenn bisherige Ansätze noch nicht zum Erfolg führten waren sie noch nicht gut genug. Trial and error ist die Devise. Ob Angebote wie Youtube hier ein Vorbild sein können? Oder spotify? Oder das Bibliographische Institut aus 1826 von Josef Meyeri. Auf die innovative Geschäftsidee kommt es an!

iJoseph Meyer Wikipedia:1826 gab er die Bibliothek der deutschen Klassiker heraus (150 Bändchen), zu bis dahin kaum erreicht niedrigen Preisen und mit hohen Absatzzahlen. Kurz darauf folgte eine ebenso erfolgreiche Atlanten-Serie. Als einer der ersten Verleger in Deutschland verkaufte Meyer seine Bücher über das Subskriptionsverfahren.