Die Frontlinse meines 1+5 erlaubt zwar, das Display zu nutzen, sein Fokus reicht jedoch nur bis ca 10 cm und die Auflösung ist schlechter.
Also blind die Rückkamera mit dem normalen Objektiv und das Ergebnis:
Freitag, 11. August 2017
Pflanzen Foto: Ameisen-Perspektive Test
Mittwoch, 9. August 2017
Feldman, nicht mehr orthodox
Deborah Feldman: Unorthodox. Es wäre ein klassischer Entwicklungsroman vom braven Mädel zur freien Frau, wenn das brave Mädel nicht in einer jüdischen Sekte, die sich in New York abschottet, leben würde. Damit und besonders durch seine Details gewinnt der Roman medienwirksam seine Brisanz. Manchmal wird man aber auch an Goethe erinnert, der seine Autobiographie Dichtung und Wahrheit nennt. Und nicht zuletzt spricht der Roman Aspekte an, die unter dem Begriff Emanzipation eine wichtige Entwicklung des liberalen Deutschland nach 1860 darstellen. Lesen.
Dienstag, 1. August 2017
Sound-Perfomances im Schafhof
Schade, dass ich heute nichts mehr online zur Schafhof-sound-performance KUNST#TAG 052 Performance-Festival am 29.7.2017 fand. Um so besser, was mir im Gedächtnis blieb.
#Eine Tee-zeremonie mit anschwellender Geräusch...nein nicht -Kulisse sondern Aufführung, tinguely auf akustik, aus einem tinguelyschen Konglomerat von Elektronikkästchen. Ein Klängeraum bis geräuschtraum.
# eine Lesung, schnell und akustisch verfremdet. Werde ich als Hintergrund für meine nächtlichen E-Book Lesungen in Erinnerung behalten, nachdem ich die verteilten textkopien zum mitlesen ausgeschlagen habe. Ich wollte Sound, nicht Text.
# eine technisch perfekte soundsynthese, in situ mit zwei-tasten-elektronik und einem Mikrofon aufgebaut, rekursiv, hoch rhythmisch, dicht gepackt, wie der Raum der Performance. Tonkunst, sicher, aber schon auf dem Weg zu einem Techno.
# Die Schaukelnde im Astralgewand. Tüll Vorhänge, Projektionen, klang-Stab und -schalen Perkussion. Als Kontrast zum vorigen ein Schritt in Richtung Esoterik, Klangschalen gestützt.
Da Capo, Schafhof, Performance wagen!
Montag, 31. Juli 2017
Lapperts Pampa
Rolf Lappert: Pampa Blues. Vorab: Da habe ich bewusst einen Jugendroman von Lappert ausgesucht, um den alten Männern von Frisch zu entkommen. Vom Regen der Alten in die Traufe mit dem dementen Karl, versorgt von seinem jugendlichen Enkel. In der ostdeutschen Pampa weit hinter Neuruppin, auch das noch.
Das Buch ist so etwas wie ein Entwicklungsroman seines Protagonisten Ben, knapp 18 jahre alt, der seinen dementen Großvater in einer deutschen Pampa pflegt. Ein sanftes, zartes Buch voller lieber Charaktere. Einfühlsam und doch ausreichend spannend. Eine Fiktion, doch gelegentlich mit einem synthetischen Beigeschmack. Ich habe sie wegen der Landschaft mit Unterleuten verglichen, das eine ganz andere Intention verfolgt und sehr böse, aber auch authentischer daherkommt. Gern gelesen.
Mittwoch, 26. Juli 2017
Louis Malle Fahrstuhl wohin?
Louis Malle: Fahrstuhl zum Schafott 1957. Zum Beginn der Novelle Vague, ein Film der zeigt, mit wie viel man brechen muss, um eine neue Welle auszulösen. Und doch mit dem Plot, dem Lebensgefühl, vor allem auch dem Rollenverständnis von Frau und Mann dem Alten verbunden. Die Kamera und ihre Technik, das erratische Suchen der Moreau in der Nacht zeigt schon in die neue Richtung. Sicher ein wichtiger Film, aber für mich auch ein nostalgischer des Paris im Aufstieg nach dem Krieg. Und mit einem rührenden Bekenntnis zu unserem Europa. Aber unbedingt: OV ansehen.
Montag, 17. Juli 2017
Fernando Ornithologe
João Pedro Rodrigues: Der Ornithologe. Ein wundersamer Film, der mich tief beeindruckt hat. Der Mensch schafft sich Gott nach seinem Ebenbild. Und daher passt dieser Film nur schwer in das Bild. Nicht in das Bild des werdenden des heiligen Antonius, noch in das Bild eines Abenteuerfilms. Antonius aka Fernando ließ mich bleiern tief schlafen. Und blasphemisch fand ich das Wundersame nicht. Und nachgelesen habe ich die erstaunliche vita/Karriere in der EU auch. Der Antonius war nicht nur begnadet, sondern auch mindestens so wirr wie im Film dargestellt. Wundersam wunderbar.
Sonntag, 16. Juli 2017
Heller Süden
André Heller: Das Buch vom Süden. Es sollte mich nach dem traurigen Alemannen MF aufheitern. Das universalgenie AH hat es über weite Strecken geschafft. Vor allem im Garten in San Celeste. Und in den autobiographischen lockigen Strähnen.