Dienstag, 18. Juni 2019

TDA, Technology Driven Art

Was mich heute antreibt: Technology, Technology Driven Art, TDA. Und dies vor dem Szenario der Situationisten, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Situationistische_Internationale ,
dem die FAS im Oktober 2018 ein zur Berliner Ausstellung passendes Feuilleton widmete, Dank für die Anregung: "Kunst gibt's nur im Augenblick, sobald sich der Moment, in dem sich etwas zeigt, verstetigt, wird er zum Gebrauchsgegenstand..."
Ergo:
1/Ich werde mir ein schönes Bild von Notre Dame vor dem Brand kaufen, rahmen und es per Video Dauerprojektion in Loop Flammen und Rauch zum aktuellen situationistischen Machwerk machen. Dazu findet sich bei gif Feuer etwas Abstraktes.  Zum Teufel mit all dem Geschwafel um den Brand, all die verbalen Heuchler im Chor haben keine Ahnung, nicht von Geschichte, die unsere Herzen bewegen kann, noch von Kunst, der Gothik, die in tausenden von Grasroots in der EU lebt und gesucht und erlebt werden will. Da braucht es Tempel nur für die Touristen, die Europa in zwei, Paris in einem Tag schaffen.
2/Ich werde mir ein Repro der Mona Lisa beschaffen, geeignet rahmen, und ihr von hinten durchs Auge einen sich dauernd drehenden Spiralbohrer dringen lassen. Das war die 1-Tages-Ikone Nr.2, die es zu erledigen galt.
Es lebe die Kunst, nicht die Friedhöfe der Kunst.
Und wozu das Ganze unter dem Titel TDA? Erraten: die dauernd laufende Technik: die Videoprojektion in loop, der Motor, vom Sekundenzeiger meiner favorisierten Uhrwerke bis zum Solarmotor. Richtig, Kinetische Kunst.
Und wie immer zum Schluss: work in progress.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Lampen Hommage A Rietveld

Die wohl wichtigste Ikone des Bauhaus Weimar ist die TISCHLAMPE AUS METALL.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bauhaus-Leuchte
Die Beleuchtungstechnologie war seinerzeit die Glühbirne, die durch ihre Wärmeverluste eine heisse Sache war und damit waren Lampen aus Metall und Glas eine Aufgabe der Metallwerkstatt des Bauhaus.
Heute dominiert eine breite Palette von Lichtquellen auf der Basis von LED mit hohem Wirkungsgrad und damit geringen Wärmeverlusten die Lampengestaltung. Damit wird Holz zum kompatiblen Material für die Gestaltung von Lampen. Und, ähnlich wie vor hundert Jahren Gerrit Rietveld mit seinem Rot-Blauen-Stuhl als Geburtshelfer der Möbelwerkstatt des Bauhaus diente, kann er jetzt Starthilfe für meine Idee bieten: Lampen aus der Schreinerei oder Möbelwerkstatt. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gerrit_Rietveld
Die ersten Schritte...können sich an die Arbeiten von Carl Jakob Jucker und Wilhelm Wagenfeld 1923/24 am Bauhaus anlehnen, die mit Fuss und Lampenschirm experimentierten um zu der Wagenfeld zugeschriebenen Tischlampe in den Varianten mit Glas- oder Metallfuss zu gelangen. Und warum nicht mit Rietvelds Original zu beginnen, schwarz lackiertes Kantholz?
Lampenschirme, Verzicht(?) oder separat oder integriert mit Bespannungen aus Papier, Textil oder dünnstem Holz. Bei letzterem ist mir eine Kreuz-Rahmen-Technik mit Längsbalken, Bespannung, Querbalken als Element besonders wichtig.
Bei einer Bespannung fällt mir Lucio Fontana mit seinen geschnittenen Leinwänden ein. Sind seine Leinwände einseitig behandelt, damit sie sich in eine Richtung einrollen? Seine Schnitte hat er offensichtlich nach ästhetischem Empfinden angeordnet. Mir kommt dabei eher noch eine geheime Botschaft mit einem Morse-Code in den Sinn. Die Himmelsrichtungen: N, O, S, W. Die Leinwand? Da köme gar die Rückseite einer zerschnittenenen Bild-Ikone von Ikea in Frage, muss ja nicht gleich die Mona Lisa sein.
Und wieder mal: work in progress.

Freitag, 7. Juni 2019

Codismus-Kettenplastik 1.0

El Anatsui im Haus der Kunst, gestern, das war wohl am 6.6.(?), hat mich mit seiner Triumphant Scale inspiriert, trotz meiner Vorsicht vor dem von Kunst zum monumentalen Hand Handwerk gehenden Trend. https://hausderkunst.de/ausstellungen/elanatsui . Wie oft darf ein erfolgeicher Künstler mit Hilfe von unzähligen fleissigen Händen bleibt als kritische Frage. Triumphant Scale: Wandbehänge bis in die 100 Quadratmeter gross, filigran, die Augen verwirrend, aus aufbereitetem Abfall von Flaschenverschlüssen, (wie hinterhältig dekadent!), äusserst ornamental, phantasievoll gestaltet.
Die Inspiration aus den Wandbehängen: Die Kette als gesuchte haptische, ja plastische Ausgabe meines Codismus. Im Mathematischen heisst dies, die Kettenlinie und Traktrix als Element nutzen. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kettenlinie_(Mathematik) . Und dabei keine Scheu zu haben vor deren vielfältige Nutzung in der Architektur hängend, stehend für Bögen und für prismatische Gewölbe, auch für Rotationkörper. Katenoide.
Für deren Anwedung im Codismus braucht es als Prämisse Annahmen über die Aufhängung soweit man bei Ketten bleibt und auf eine feste, auch schwenkbare Ausführung verzichtet. Also, anfangen mit Ketten an einer Wand. Dann mit einer, mehreren Stützen, geformten Stützen. Regulär, random...Allein, nach Suche im Web, der Charme der Ketten ist bescheiden, auch wenn sie meist zitiert, Gaudi für den Design genutzt hat. Auch eine spezifische Suche nach Katenoide in der Architektur wird von Bögen, nubischen Gewölben und Rotationskörpern dominiert. Nichts mitreissend.
Zurück zu den Wandbehängen des El Anatsui. Dazu steht bei mir ein Design mit codistischen Mitteln in einer 3D-Darstellung am Anfang. Und für seine Materialisierung hat mich das Gips-Verfahren
https://aha-architekturvermittlung.de/portfolio-items/experiment-gipsschalen/
animiert. Die erste Form: eine Kettenlinie mit sinusförmigem oder sinˆ2 Abstand von der Wand, die anfangs die Kette von der Wand hängen lässt, dann durch den Abstand von der Wand zum Durchhängen komm, um schließlich an die Wand zurückzukehren.

Im Codismus mit small Basic laufen die ersten Codes: NHW409, nur 13 lines of code, dank der Festlegung der Aufhängung durch Funktionen wie Kreis oder (trigonometrische) Funktionen. Geeignet für Ausdrucke! Aber, schwer durchschaubar.
SketchUp. Nachkonstruieren von Codismus-Ergebnissen mit Polygonen? Von allen Seiten zu betrachten, Video (?), oder gar 3D-Ausdruck, gerahmt?
Work in progress.

Dienstag, 14. Mai 2019

Im Futur

Es gibt, so man ihn erlebt, einen Lebensabschnitt, in dem die Lebensqualität mal mehr, mal weniger abnimmt. Aber spürbar abnimmt, selbst wenn man den unvermeidbaren, lebensnotwendigen Selbstbetrug zulässt. Habe ich damit das Altern nicht elegant umschrieben? Und? Ich liebe die Zukunft, "was neues, was tolles", wie es meine dem  Tod geweihte Tochter vor mehr als einem halben Jahrhundert mit etwa zwei Jahren als Maxime betonte, als sie noch sprechen konnte. Und ich? Suche all das neue, von dem ich erwarte, dass es die Zukunft dominiert, leiste es mir. Vielleicht noch partiell, nicht bewusst, konsequent durchgängig, aber wenigstens das.
Ein erster Bereich war mein Auto. Die für mich überraschende Erkenntnis bei einer beinahe zufälligen Fahrt in der Renault Zoe als Leihwagen für ein paar Stunden während einer Reparatur, die Erkenntnis, das der Technologiewandel, wie ich ihn im Elektroautomanifest beschrieben, mit diesem BEV Anfang 2015 schon praktikabel da ist. Ich hatte mich in Zoe in  verliebt. Kapitel zwei in dieser unschreibbar schweren Zeit des Leidens in der Familie war der Kauf des TESLA Model S, so billig es damals auch ging, vor allem um die Funktionen des autonomen Fahrens, stetig verbessert, zu erlernen und als Hilfe bei nachlassenden eigenen Fähigkeiten bewusst einzusetzen. Den Tempoassistenten. Spur halten. Überholen. Besser sehen, auch  bei Nacht und Nebel und starkem Regen. Assistenz bei Müdigkeit auf Langstrecken und bei Sekundenschlaf. Und all das asap und nicht erst nächstes Jahr. Es waren dann doch noch 5 Monate Lieferzeit. Dann learning by doing, Glücksgefühle, Erfolge, Enttäuschungen. Zwei wunderbare Jahre, die damit jetzt um Jahre in der Zukunft war. Einschließlich der zahlreichen Software und Firmware Updates, always online.
Der zweite Bereich ist die Ernährung. Ebenso wie der erste durch meine Kinder gefördert, beim Model S und beim Essen mehr als das, initiiert mit sanftem Druck. Gespräche, Dispute um das vegane anfangs, und wieder learning by doing ohne einer Blick zurück. Ein zweiter, futuristischer Lebensbereich, allerdings auch wieder mit einem luxuriösen Schlenker: Seetiere, die nicht gefüttert werden von Muscheln bis zum tiefgekühlten Alaska Seelachs aus schwimmenden Fischfabriken. Und wie ich entzündungshemmende Ernährung schätzen lernte, obgleich sie konservative medizinische Befunde täuschte. Auch das muss man lernen. So wie die wunderbare Welt der Proteinlieferanten, angefangen von den schwäbischen Linsen. Selbst kochen, würzen, die asiatischen Angebote um die Ecke goutieren.
Der Bereich Kultur. Schwieriger. Aber hier gibt es eine Avantgarde, die es zu suchen gilt. Und aus der Historie der Avantgarde kann man lernen.
Das ist nicht die schöne neue Welt. Nein, es sind eher die kleinen Dinge der Zukunft, essen, trinken, eMTB-radeln, Auto fahren. Ich liebe die Zukunft.

Samstag, 11. Mai 2019

Maiwochenende

Maiwochenende, grau/
macht die Wucht des Grün noch grüner/
Die Rapsblüte noch gelber/
die bunten Blüten .../
Ich weiß nicht

Samstag, 4. Mai 2019

LED Kerzen mit Seele?

LED Kerzen sind ein Fake, Full Stop.
Sie flackern Camouflage vor sich hin. Mit Zeitschaltuhr und Alkalibatterie der Flamme überlegen, in der Ökobilanz??

Könnte man die mit Seele gestalten?
/Sie können Morsen.
Damit steht ihnen die gesamte Lyrik, ja Literatur offen. Theodor Storm.
/Ein morsendes Tryptichon und Design.
/Ist das eine Aufgabe für Python Pi? Akku Lebensdauer? Li Ion?
Recherchiert: Led Kerzen mit Akku scheinen ökologisch den Kerzen aus Erdöl oder Palmöl überlegen, wenn man die ewig nutzt. Ergo, sauerer Apfel Ästhetik.

Freitag, 3. Mai 2019

Vom fotografischen Bild im Auge zum Kunstwerk.

Künstliche Intelligenz in der Kunst und kein Ende https://www.google.com/search?q=künstliche+intelligenz+kunst&oq=kunstliche+Intelligenz+Kunst&aqs=chrome.1.69i57j0l3.21593j1j4&client=ms-unknown&sourceid=chrome-mobile&ie=UTF-8

Und dabei noch die unterschiedlichsten Aufgaben für die KI oder AI, von der Zuordnung von Werken zu Künstlern, derzeit mit 90% Treffsicherheit, bis zur Gestaltung von Werken in der Manier eines Künstlers. Und dies ist sicher durch die Zunahme der Leistung der Rechner und der Mächtigkeit der Software noch lange nicht in der Sättigung. Sowohl bei der Leistung als auch der Vielfalt der Anwendungen. Derzeit dominieren GAN, eine Art neuronaler Netze, was morgen? Es ist Teil der immer noch ungeheuren Dynamik der Technologien. Wir stehen eher noch am Anfang, wo doch erstmals im vergangen Jahr eine Kreation aufsehenerregend bei Christies versteigert wurde. Dies schreibe ich im Bewusstsein von mehr als einem halben Jahrhundert Computerkunst, wie man anfangs auf Deutsch sagte.

Der Codismus sucht einen ganz anderen Weg. Einen Weg, wie ihn vielfach der Künstler auch sucht: sein Auge nimmt ein quasi fotografisches Bild auf, sein Gehirn transformiert es, gefaltet mit seiner gegenwärtigen Stimmung in ein Zielbild, das er interaktiv darzustellen beginnt und bei irgend einem Ergebnis abschließt. So in etwa in den meisten Fällen.

Der Codismus bekommt als Input mindestens ein Foto. Der Code transformiert das Bild und gibt das Ergebnis aus. Der Code wird mit einer mehr oder weniger präzisen Absicht, wie die Transformation laufen soll, geschrieben. Das Schreiben des Code, seine iterative Nutzung und Erprobung und Verbesserung wird zum Kern der künstlerischen Tätigkeit, postuliere ich.

Und ich sollte nicht die Bedeutung der Gestaltung der Ausgabe vergessen: Druck, sekundärer Druck wie Siebdruck, 3D-Druck, Guss, kommen mir in den Sinn Die Gestaltung dessen das was man anfassen, an die Wand hängen, aufstellen kann und letztlich auch handeln kann.
Work in Progress, again.