Die Polaroid-Technologien mit der SX 70 im Zenith haben es in den 1970ern geschafft, das Lebensgefühl und die Kunst mitzugestalten. Die schnelle handfeste Dokumentation war ihr Geld wert. In der professionellen Photographie wurde Polaroid viel eingesetzt um vorab einen griffigen Eindruck vom zu erwartenden Bild in aufwendiger analoger Technik mit Warten auf das Entwickeln zu erhalten. Diese Aufgabe könnte jetzt die digitale Photographie auf dem Smartphone übernehmen, bevor der materielle Aufwand mit dem Sofortbild getrieben wird. Dazu wird das Smartphone-Photo, ggf nachbearbeitet, zum Dokumenieren und haptischen Erlebnis, durch abphotographieren des Display mit der Sofortbildkamera vollendet. Etwas Aufwendiger aber professioneller ist ein Drucker auf der Basis der Sofortbild-Technologie.
Probieren.
Sonntag, 6. November 2016
Sofortbilder mit Haptik&Retro-Charme?
Objet Trouvée, Photo Trouvée
Beim üblichen Photo wird mehr oder weniger ein Bild im Sucher festgelegt und dann abgedrückt.
In dem Post Actioncamera vom 24.1.2015 habe ich dem das Aussuchen und ggf. nachbearbeiten eines passenden Photos aus einer Serie von Zeitrafferaufnahmen beschrieben. Geht man noch einen Schritt weiter, so kommt man zum Photo Trouvée, einem Bruder des Objet Trouvée [ https://de.m.wikipedia.org/wiki/Objet_trouv%C3%A9 ].
Dazu gehört sicher eine Auswahl und ggf. Nachbearbeitung. Wenn sie kreativ ist dürfte das Urheberrecht, so es vorhanden, keine Probleme bereiten.
Meine Absichten gehen derzeit mehr in die Richtung einer Auswahl von "zufälligen" Bildern einer Actioncamera oder auch eines Smartphone. Adelante!
Freitag, 21. Oktober 2016
Digital Art mit Scheckkarten-Computer&Display
Digital Art, Kunst, die digital mit dem Computer erzeugt wird
[https://de.m.wikipedia.org/wiki/Digitale_Kunst] ist in der Regel etwas fertiges, ein vom Prozess der Entstehung losgelöstes, "Ausgedrucktes". Klassisch war dies ein 2D-Plotter oder Drucker, aktuell auch 3D. Ausnahmen schließen den Entstehungspross und den Computer samt Ausgabemaschine ins Kunstwerk ein. Ich favorisiere den Dualismus von Code, möglichst minimalistisch, und grafischem Ergebnis.
Eine neue Richtung ist durch die Kombination von Scheckkarten-Computer und Display möglich geworden. Das dominierende Display oder auch eine andere Ausgabemaschine wie sie beispielsweise ein Plotter darstellt präsentiert das Ergebnis, macht es, gesteuert vom Code, der Zeit, der Umwelt, insbesondere der Betrachter. Entscheidend ist, dass der Computer quasi nicht mehr vorhanden scheint. Der Betrachter steht allein dem Display gegenüber, das nicht Vorberechnetes reproduziert, sondern autark produziert.
Scheckkarten-Computer gibt es mittlerweile eine ganze Reihe, angefangen von der Rasberry Pi Serie bis zu seinem US-konkurrenten kano [https://kano.me]. Auch der BBC-spross [http://microbit.org/] verdient samt seiner Programmierung mit Python erwähnenswert.
Sonntag, 11. September 2016
Köhlmeier mit Fingerhut
Michael Köhlmeier: Das Mädchen mit dem Fingerhut. Sprachloses Verstehen und Unverstehen. Kinder aus fremden Ländern in unserer Wohlstandsfremde. Leiden, zusammenhalten, kämpfen, illegal und kriminell leben. Traurig, befremdend geschrieben.
Donnerstag, 8. September 2016
Farbverlauf für meine Digital Art
Ebenso einfach zu programmieren wie phantasielos sind Zufallsfarben, ein gutes default.
Der nächste Schritt ist ein Farbverlauf im Farbkreis R-G-B. Den habe ich erst mal, wie im Farbwürfel blau eingetragen, mit cos^4 und drei um 2*pi/3 Phasenverschiebung programmiert. Das Miniprogramm dazu findet sich im vorigen Post. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Noch ein Schritt weiter führt mich in Johannes Ittens Kunst der Farbe, die Harmonie der Farben oder die subjektiven Farbklänge. Lehren aus dem Bauhaus der Weimarer Republik der 1920/1930er Jahre.Zweiklänge, Dreiklänge und auch Vierklänge mit harmonischen Funktionen wie cos^4 zuvor oder Zykloiden im Farbwürfel. Eine Fülle von Angeboten, welche die mathematschen grafischen Darstellungen bieten, ein wahres Wunderhorn.
Nach den Farbverläufen werde ich mir wohl wieder mal die Grafiken selbst vornehmen, Die bei testelli6 genutzte elliptische Spirale verlassen, vielleicht gar in meinen Fundus an Drucken aus den 1980er Jahren mit den Spiralen und Turing-Plots zurückgreifen.
Sonntag, 4. September 2016
Digital Art Stelli6
pi=3.141592654
GraphicsWindow.Width=1260
GraphicsWindow.Height=740
GraphicsWindow.BackgroundColor="blacK"
GraphicsWindow.FontSize=10
For rad=0 To 2*pi*58 Step pi/305
x=630+620*Math.Sin(rad)
y=30+1.9*rad+30*Math.Cos(rad)
GraphicsWindow.BrushColor=GraphicsWindow.GetRandomColor()
R=255*Math.Power(Math.Cos(rad),4)
G=255*Math.Power(Math.Cos(rad-2*pi/3),4)
B=255*Math.Power(Math.Cos(rad-4*pi/3),4)
GraphicsWindow.BrushColor=GraphicsWindow.GetColorFromRGB(R,G,B)
GraphicsWindow.DrawText(x,y,"#")
EndFor
Sicher, es kann einiges besser codiert und kommentiert werden. So wie es steht, eröffnet es erst das Window und definiert die Fontgrösse. Dann folgt die Zeichnung(x,y) einer Farbspirale. das besondere dabei ist die Definition der Farbe RGB mit der harmonischen Funktion cos^4 mit Math.Power, hier synchron mit den Windungen der Spirale.
Und so sieht das Bild unbeschnitten aus dem Screenshot aus, das ich vorhabe, auf Baumwolle drucken zu lassen, zum Anfassen und Rahmen.
Freitag, 2. September 2016
Killervann
David Vann: Goat Mountain. US amerikanische Männer weit jenseits von Boyle und Ford. Killer und ihre Waffen, ihr Denken. Wenn Vann damit die letzten Reste seiner von Gewalt geprägten Familie zu beseitigen vorgibt, so ist ihm das Gegenteil gelungen: er setzt ihr ein Denkmal, mit ein paar Windungen christlicher Girlanden. Die wundervollen Naturimpressionen des Textes im Dienste der Gewalt verschlimmern das Ganze.
Und die Waffen. Ein Hohelied auf den Erfolg der US Waffenindustrie, die offensichtlich die Staaten, nachhaltiger als Religionen es vermögen, indoktriniert hat. Nicht lesenswert und ich muss mich wohl dafür rechtfertigen, das zu Ende gelesen zu haben.

