Samstag, 10. November 2018

Interaktiv vor Digital

https://www.nzz.ch/feuilleton/sie-kuessen-die-kunst-wach-wenn-es-sein-muss-auch-mithilfe-von-robotertechnik-ld.1435207

"Aparna Rao (geb. 1978) und Søren Pors (geb. 1974) arbeiten zusammen seit 2004 in Bangalore, Indien. Sie sind bekannt für ihre plastischen Kunstwerke mit elektromechanischen Systemen und interaktiven Installationen, die oft von lebensechten Bewegungsvorgängen durch Robotertechnik bestimmt sind."
Interaktive Installationen waren es, die mit faszinierten... und die Prise Humor in ihren sorgsam entwickelten Arbeiten.
Sollte ich meine starre Codismus DA nicht ein wenig auf die Betrachter eingehen lassen, ihre Geräusche oder gar ihre Gestik?

Nahtloses Möbiusband

Ein nahtloses Möbius Band mit endlosen Kettenfäden, gewoben? Hier ist das Making Of:
/Nach meiner Skizze geht ein nahtloses Möbiusband mit geschlossenen Kettfäden-Ringen. Durch die Vernüpfung der Kettenfäden zu Ringen entsteht bei jedem Ring ein Knoten.
/Vernotet man den Kettfaden zu einem ersten Ring, führt den Kettfaden dann weiter um einen Rahmen in Form des gewünschten Möbiusbandes und zum Ende den Kettfaden wieder zu einer Schleife wie am Anfang, so dürfte sich ein webbares Kettenfadengerüst erstellen lassen.
/Als Werkzeug ist fürs erste ein Schulwebrahmen geeignet, über den der geschlossene Kettfaden in Schleifen, schon wieder Loops, gelegt wird. Als Lehre für die Schleifen kann auf einem Brett unter dem Rahmen mit Rollen oder Schrauben eine 120 Grad Möbiusband-Halterung oder fürs erste ein federndes Element wie zum Beispiel ein Viskoseschwamm gelegt werden. Das Weben wird Stück um Stück auf dem Rahmen gemacht, solange der Platz reicht. Dann muss mit dem Schiffchen allein und letztlich einer Webnadel das Band geschlossen werden.
Ein Versuch mit 12 Kettfäden sollte wohl am Anfang stehen, uni blau gewoben.

Montag, 5. November 2018

Manifest des Codismus

Meine Digital Art braucht einen  Namen: Codismus. Hier ist sein Manifest.

Was ist Codismus? Eine Digital Art, in der ein ästhetischer Code, der lesbar, strukturiert und linear abläuft gleichwertig neben seinen graphischen Ergebnissen steht, vergleichbar mit einer Partitur neben dem musikalischen Hörerlebnis. Sie erschließt dem kundigen Betrachter im  Detail, was hinter der Graphik steht. Dabei ist ihre Minimalistik, Lesbarkeit und deutliche Struktur die angestrebte Qualität. Keine versteckten Schnörkel oder GoTos sondern beispielsweise eine ins Auge springende Loop mit einem Ausgabebefehl. So lesbar wie ein Satz mit Subjekt und Prädikat. Dies geht mit beinahe jeder Klasse von Graphikbefehlen in meinem derzeit nur aufgrund der Verfügbarkeit und Einfachheit bevorzugten MS SmallBasic. Einer Sprache auf Android oder in Python schien sie bisher für meinen Codismus überlegen.
Der Begriff Code, der meinem Codismus zugrunde liegt, hält sich an die Definition "Ein Code oder Kode, deutsche Aussprache [koːt], ist eine Abbildungsvorschrift, die jedem Zeichen eines Zeichenvorrats (Urbildmenge)eindeutig ein Zeichen oder eine Zeichenfolge aus einem möglicherweise anderen Zeichenvorrat (Bildmenge) zuordnet."
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Code
Mein Codismus stellt mit diesen Begriffen ein Urbildmenge einer Bildmenge gegenüber. Dabei ist kann die Bildmenge einer einzigen Urbildmenge gegen Unendlich gehen, beispielsweise durch Loops oder Zufallsfunktionen (RND). Dies kann in einem Video als Bildmenge gut genutzt werden.

Den Bergriff Codismus meiner Digital Art sollte ich nicht ohne Hinweise zur Publikation und Kommerzialisierung definieren.
/Das Ziel der Publikation ist Reichweite. An erster Stelle stehen hier die social media des Internet. Warum nicht Instagram und YuoTube, flankiert von Tweets, um die mir heute am wichtigsten erscheinenden zu nennen. Blog-Posts oder eine  Homepage sind eher Verheimlichungen im Hintergrund.
/Kommerzialisierung steht zwar nicht im Vordergrund, muss aber mit betrachtet werden. Der klassische Weg zum Kunstmarkt geht über Galerien und Ausstellungen. Mit signierten, limitierten Prints in 2 und 3D. Mit Videos. ok. Dem stehen die Anwedungen des Netzes zum schnelleren Einstieg an der Seite. Books on Demand. Code-Video-Downloads.
Work in progress.

https://creativecommons.org/licenses/?lang=de
Namensnennung - Nicht-kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 
CC BY-NC-SA

Samstag, 6. Oktober 2018

Hölderlin Hälfte des Lebens

Hölderlins Gedicht Hälfte des Lebens ist eine Wucht. Im Inhalt und in seiner hohen Kunst des Schreibens.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hälfte_des_Lebens

Hälfte des Lebens

Mit gelben Birnen hänget
Und voll mit wilden Rosen
Das Land in den See,
Ihr holden Schwäne,
Und trunken von Küssen
Tunkt ihr das Haupt
Ins heilignüchterne Wasser.

Weh mir, wo nehm’ ich, wenn
Es Winter ist, die Blumen, und wo
Den Sonnenschein,
Und Schatten der Erde?
Die Mauern stehn
Sprachlos und kalt, im Winde
Klirren die Fahnen.

Beim Erleben des chalk rooms von Laurie Anderson und  Hsin-Chien Huang  http://www.laurieanderson.com/?portfolio=chalkroom
eines Vitual Reality Werks, das einen durch Buchstaben, fractured language, fliegen lässt, habe ich gleich an Hölderlin gedacht, an ein neues Erleben seiner Hälfte des Lebens. Mit Minecraft im ersten Wurf zu schaffen, meinte mein darin virtuoser Sohn. Durchfliegbar mit den Joysticks aus der Xbox.

Und nun ringe ich um eine Narrative für dieses Minecraftwerk, ohne seine Werkzeuge und die Wirkung des Geschaffenen zu kennen. und das ist wohl gut so.
Ein erster roter Faden ist einfach: Jede der beiden Strophen wird, beginnend mit den Buchstaben, in einem eigenen Labyrinth aufgebaut, entwickelt. Dabei muss durch eine Verschränkung der Labyrinthe der beiden Strophen, vielleicht am besten durch verschiedene Farben verdeutlicht, ein Weg zum vollständigen Gedicht gefunden werden.

Könnte eine Skizze dafür auf einem Papierstreifen von den Buchstaben über die Worte, Sätze bis zum fertigen Gedicht erstellt werden? Oder könnte gar mit smallbasic diese Entwicklung, teils mit RND programmiert werden? Nachgelesen:
http://smallbasic.com/doc.aspx?o=Shapes&l=de . Das wäre mit den Shapes eine eigene Klasse: Buchstaben, Worte, Text, eingefügt, animiert, gelöscht. Eine Bewegung auf dem Bildschirm durch die Buchstaben-Wolken, über die Worte zu den beiden Strophen.
Work in progress.

Sonntag, 26. August 2018

Nadolny Seefrische

Sten Nadolny: Weitlings Sommerfrische. Ein Buch, vor Jahren gelesen, jetzt anlässlich von Kontakten zum Chiemsee quasi wieder ausgegraben, als Buch und Erinnerung. Besinnlich nachdenklich beginnend. Der See, ein Unwetter auf dem See .. Und plötzlich weiß man nicht mehr, in welcher Ebene, welcher Realität man sich findet, sich befindet. Ein Leseerlebnis, vermutlich aus einer heilen zweisamen Zeit vor 2014, beinahe schon vergessen gewähnt.

VR-Lyrik&Hölderlin

Laurie Anderson hat mich allein schon  mit ihrem Interview  zu Chalk Room begeistert. http://www.laurieanderson.com/?portfolio=chalkroom
Und wie so häufig die Frage nach einem hommage aufgeworfen.
Auf der anderen Seite wartet Hölderlin's Hälfte des Lebens schon lange auf eine adäquate Darstellung. Kann ich da eine Brücke schlagen?
Die Worte von Hölderlin sind im Kontext wohl soweit ikonisch, dass sie für sich stehend, möglicherweise gar vielfach, einen Raum bilden können, durch den der Betrachter schwebt, im einfachsten fall gar mit shapes machbar. Das Projekt Wortbausteine in Minecraft ist eine andere, viel größere Baustelle, die ich nicht verfolgen will.
Die erste Hälfte des Gedichts ist ein wolkig offener Raum mit den Worten in hellen, freundlichen Farben, ein Schweben durch Wolken.
Ganz anders der zweite Teil. Ein rechteckiger Gang aus den Worten. Düster werdende Farben. Ein Gang, der sich zunehmend verengt. Zitat Kunsthalle.
https://www.kunsthalle-muc.de
Und Lyrik war für mich exemplarisch Hölderlins Hälfte des Lebens, 1805 erstmals gedruckt.
Eine Nachahmung des Chalkroom ...wohl am praktischsten mit Minecraft und seinen Tafeln zu gestalten. Geht nicht ohne Hilfe und eine Konsole.
Daher, meine erste Wahl für einen ersten Versuch zur Lyrik dann doch in smallbasic mit der Klasse Shapes. Das mit der Hälte des Lebens wurde eine langwieriges Projekt mit einer eigenen, zum endlosen tendierenden Dynamik eineigen Drehbuchskizzen, die nicht codierbar waren. Bis ich das Pferd vom Schwanz her aufzäumte. Hier ist das Ergebnis, FLQ899, veröffentlicht im Code, der mit Microsoft SmallBasic alles in Windows einfach herunterladbar, ausgeführt werden kann. Sicher, nur ein erster, mich keineswegs befriedingender Wurf, vielleicht nicht mehr als eine Studie in Shapes. Von der ich erst danach ihre Nähe zur visuellen Poesie bemerkte https://de.m.wikipedia.org/wiki/Visuelle_Poesie
Mal sehen, wie es sich weiter, minimalistischer, enrwickeln lässt. Ob mich Trakl dazu bewegt? Oder einer der erklärten Künstler der visuellen Poesie?

Samstag, 25. August 2018

Turells Oval

James Turrell: the elliptical glass living block verdient eine Hommage! Heute in der Kunsthalle goutiert.
https://www.google.de/search?q=james+turrell&client=ms-unknown&prmd=ivn&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwip6o6j3ojdAhUDMuwKHZytAccQ_AUIESgB&biw=412&bih=708&dpr=2.63#imgrc=rwVzX0me-P5sOM:

Im Oval?
Plagiat!
Ich schaue bei seinen Bilder und Videos im WWW.
Er liebt die elementaren Formen.
Ich meine Funktionen. Also die. Eine feste Form. Breit auf dem großen TV. Und langsam ändert sich ihre Farbe (255,255,255) in der
Ittenschen Kugel. Rnd? Brownsch?
Challenge!

Schon der erste Anlauf war mit SmalBasic GraphicWindow im Ansatz erfolgreich! Allein nur mit den elementaren Figuren des Fill-Befehls, also doch Oval. Bei Smallbasic unter VDV503 gespeichert. Dabei wird der Farbwechsel in r, g, b, harmonisch mit sin°4 durchgeführt

Könnte zu einer Mondrianschen Anordnung von Rechtecken weitergeführt werden.
Oder doch lieber meine Funktionen, gefüllt mit SetPixel oder Line? Eine erste Version dazu ist bei Smallbasic unter PGB036 gespeichert. Sie zeigt eine meiner SetPixel-Figuren eines sin-modulierten Kreises in der Ebene erst in rot, dann mit einem überschreiben durch blau.

Oder ein eigener Ansatz dafür mit Shapes?

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