Lens Culture hat das große Verdienst, unbekannten Photographen einen Eintritt in die kommerzielle Welt der Photographie zu verschaffen. ihre Ausschreibung Portrait 2018 mit Portraits aus den vergangenen Jahren macht mich aber doch nachdenklich, ob mit diesem Ansatz und diesen Juroren das Ziel zu schaffen ist, das NEUE Potrtait zu finden. Braucht es hier nicht die Theorie eines Marcel Duchamp, der gezielt und als Einzelkünstler, das NEUE suchte. Trial&error, Experiment mit Avantgardeanspruch.
Und wo würde ich heute das NEUE Portrait suchen? Nicht in der Linie der technisch perfekten Leica-Rollei-Nikkon Aufnahmen. Brennweiten, Schärfentiefen, Sucherbilder, alles in einem gleichen, sehr engen Rahmen. Und was bietet sich zum Ausbrechen an? Gerade das, was heute wohl durch Milliarden Selfies eine kolossale technische Blüte erfahren hat: die Smartphone-Kamera. Extrem kurze Brennweite und Display-Sucher sind wohl die krassesten Unterschiede zu den Profikameras digital oder gar noch analog.
Damit gilt es, das NEUE Portrait zu schaffen, postuliere ich drauflos.
Donnerstag, 18. Januar 2018
Portrait 2018 von lens culture
Montag, 15. Januar 2018
Espresso Kit: Ausklopfer für Siebträger
Da gibt es bei einer Suche im www erst mal einen Tamper, das Pulver für einen Espresso stilvoll im Siebträger einzudrücken, mit Gefühl, nicht zu wenig, nicht zu viel. Erster Fund, schlappe 98 €.
Dann gibt es ein halb so teures Kit mit Pinsel und Plastik-Abfallbehälter. Dabei ist gerade das Ausklopfen aus dem Siebträger das Nervigste. Eine Schublade mit Holzbalken. ok. Doch etwas ähnliches, was man auf die Arbeitsplatte oder die Spüle stellen kann und einfach leeren&säubern kann, stilvoll auch am Ende der Espressokette?
Es soll sicher stehen, den Schlag gut auf die feste Arbeitsplatte weitergeben. Leicht zu reinigen sein, spülmaschinenfest?
Wie wärs mit einer Halb-Schale aus Massivholz, die Vertiefung als flacher Halbmond einer runden Platte, die gerade Seite des Halbmonds als Anschlag zum klopfen angefast?
Oder einen einfachen Holzbalken, der sicher auf einem Küchenpapier zu plazieren, das samt dem Treber in den Müll wandert? Eichenast? Stück Rebenholz?
Suchen, bearbeiten, probieren.
Sollte ich enttäuschen:
Die trivial-ultimatve Anordnung ist ein möglichst genau in der Mitte längs halbierter Korken auf Küchenpapier, zum Ausklopfen des Siebträgers plaziert auf der Küchen-Arbeitsplatte. Die beiden Hälften des Korkens werden mit einem kleinen Abstand so gelegt, dass jeweils der Rand des geschwungenen Siebträgers die rechte und die like Hälfte trifft.
Es lebe der Griffelspitzer!
Samstag, 13. Januar 2018
Lehr&übervoll
Thomas Lehr: Schlafende Sonne. Hm. Schon stark, welches Register Lehr da zieht. Erstmal zwingt er ohne Punkt und Komma den Leser zu hoher Konzentration und dazu, häufig mit dem Lesen nochmals zu beginnen. Wo seiner Leser bleiben dabei auf der Strecke. Oder kommt es darauf gar nicht an? Reicht es, nur ein Fragment dieses fraktalen Werks gelesen zu haben, weil sich alles mit Immer wieder anderen Inhalten wiederholt?
Das sollte keineswegs abwertend klingen oder gar sein. Vielleicht bewundere ich ihn gar um seinen printmedialen Fluss?
Donnerstag, 4. Januar 2018
Die kanadische Reise
Phillipe Lioret, Regie, die kanadische Reise. Eine schön lineare Erzählung, keine Schlingen oder Schleifen, doch hoch spannend. Und mit einprägenden Bildern umgesetzt, die Schauspieler inbegriffen.
Dienstag, 26. Dezember 2017
Oniritis Höhlenbilder
Botho Strauss: Oniritti Höhlenbilder. Im Flug über Spanien nördlich kein labsal nach 14 quasi unleserlichen Abenden Dank meiner Loops in smallbasic. Doch mehr als 31 von 199 Seiten des unlabsals gaben mir wenigstens eine Ahnung davon, was in den Höhlen an oniritis, irgendwelchen träumen, sollte wohl nochmals nachlesen, Traumgesicht genau, zu finden.
Und dabei stelle ich mir vor, das dies vielleicht gar nicht zum linearen Lesegenuss geschrieben, sondern als textbook voll Bilder für Filmschaffende oder Dramaturgen.
Warum wohl habe ich weiter, bis 47/199 gelesen? Das Zuviel der Höhlenbilder vorbeiziehen lassen? Vielfalt? Phantastisches?
Im Flug, wieder, südlich vor Marokko 63/199, ein beinahe vertrautes Bild, die parenterale Ernährung einer Schönen. So traurig wie vertraut.
Work in Progress.
Donnerstag, 7. Dezember 2017
Meine Digitalen loops
Warum komme ich erst jetzt darauf, dass wohl jede meiner codierten Grafiken im Kern eine oder gar mehrere loops enthält?
https://www.kunstmuseum-wolfsburg.de/ausstellungen/never-ending-stories-der-loop-in-kunst-film-architektur-musik-literatur-und-kulturgeschichte/
Ja, dass sie im Gegensatz zu einer Liste von Zeichenbefehlen stehen, welche dieselbe Grafik schaffen würden? Dass gerade die Loops einen knappen, übersichlichen Code ermöglichen, den ich als Rücktransformation der Grafik so schätze und ihn am liebsten zusammen mit der Grafik exponieren möchte?
Montag, 20. November 2017
Square
The square, ein aufrührender Film aus Europa. Ein Film, der uns zwingt, eine Lösung zu suchen. Ein Individuum gerät in Bedrängnis, verstrickt sich, trotz seiner vermeintlichen Macht, Intelligenz und, ja auch Einfühlsamkeit, in einem Dschungel von mehr oder weniger zufälligen Katastrophen.
Will der Film beweisen, dass wir die Gesellschaft mit einem Rechtssystem, Rechtsstaat genannt, brauchen, dass die Gesellschaft auch einen sozialen arm braucht?