Patrik Modiano: Der Horizont. Der frische NL war als Meister seiner Erinnerungen angekündigt worden, Hoffnung auf ein neues Lesevergnügen. Und, nach einer Gewöhnung, durchhalten, der Bann. Leben mit Erinnerungen, deren Spiralen immer wieder Annäherungen bringen, Treffen nicht notwendigerweise.
Donnerstag, 27. November 2014
Sonntag, 23. November 2014
Sailers Epilog
Lutz Sailer, Kruso. Sailer beschreibt durch eine trügerische Idylle auf der Insel am Rande der DDR deren Ende und setzt ein Denkmal den Toten, die es nicht auf die nächste dänische Insel geschafft haben, sowie ihren verschworenen Fluchthelfern. Obgleich mich das Thema und jede Erinnerung an den miefigen Wahnsinn abstößt: gekonntes Werk, poetisch und doch spannend.
Samstag, 15. November 2014
Messinstrument Literatur
http://www.letraslibres.com/revista/letrillas/la-gran-novela-catalana In diesem Aufsatz wird anhand von Katalonien der aktuelle Stand der Literatur als genaues und empfindliches Messinstrument für den Stand der Gesellschaft geschildert.
"Para conocer en profundidad un país no hay mejor prueba que calibrar el estado de su literatura, que es todavía el instrumento de indagación más preciso que poseemos, también el más sensible. "
Was ergibt daraus für den deutschen Sprachraum, für die BRD?
Sind dabei die Beiträge zur Literatur aus dem Osten und von den Autorinnen ein besonderes Zeichen?
Donnerstag, 6. November 2014
Digital art haptics
Was ist vom 3-D-Drucker Hype für die digitale Kunst zu erwarten?
Eine inhärente Schwäche der digitalen Kunst ist die Haptik im weiteren Sinne. Abgesehen von Video, Audio und Bildschirm bietet das Digitale wenig Natives. Der Plotter mit Endlospapier war mir bei meinen Anfängen mit dem C64 ein wunderbares Werkzeug, bis seine Plastik-Zahnräder versagten.
Und jetzt ist der 3-D- Hype da. Neues? Sicher möglich, weit jenseits des grenzenlosen Kitsches der Demos.
Und da gibt es noch eine Nische durch die Schneideplotter, für Kollagen, Schablonen und anderes, zumal eine Vielfalt von Material geschnitten werden kann, und...plotten mit Farbtusche!
Mittwoch, 5. November 2014
Egan Weltexperimente
Jennifer Egan, der größere Teil der Welt. Macht nichts, dass ich das Buch nicht ganz lesen konnte, weil das ebookexemplar beschädigt war, das Buch ist so experimentell angelegt, dass ich auch ohne Ende, das sowieso nicht happy sein konnte, auskomme. Ein mittelmäßiges Leben, dessen Entwicklung wir etwas gewollt vorgeführt bekommen, das der Sasha, Jugendjahre, Drogen, unglückliche Lieben, einsames Leben, Kleptomanie, Groupie, dargestellt in einem Spaghettiplot. Ein amerikanisches Buch, warum hat es einen Pulitzerpreis gewonnen?
Montag, 27. Oktober 2014
Zu Fuß am hohen Vulkan
Pläne wie
1.Baracan/teno alto sendero
2.Adeje/Ifonche sendero
3.Teide mtb Umrundung nord ab el portillo
Und was war dann wirklich?
1. Am dienstag, bei regnerischem Wetter, ging nur der neue Fuß rundweg chinyero. Schön, aber angelegt im die Leute vom Chinyero fern zu halten. Besser wären die alten Wirtschaftswege, die obgleich aufgelassen, sicher noch zu benutzen sind. Osmand.
2. Bei bestem Wetter ging dann der Rundweg zwischen der Mña Samara und dem Teide. Allerdings wegen dem finden erst auf dem sendero 32? der TF38 entlang nach N, dann unbenannt aber mit Steinen eingefasst Richtung mña reventon, zauberhafte Lava- lapilli Landschaft, vor dem Reventon eine cueva, vergittert, ca 100m nördlich des weges. Über den Grat des reventon nach Süden. Alle Pfade sind im osmand.
3. Dann doch noch der Berg. Pico viejo. Widerwillig am Parkplatz CHIO begonnen, erst abschreckend zu eingewöhnen, dann nach der Abzweigung des sendero 9, in wilder Vielfalt bergan. Pinien, retamar, blumenbüsche, die den weg im Sommer lohnen, wenn die colmenas aufgestellt sind. Dann zu den nariscos del teide, schlängelnd sightseeing. Dann ein langer, gacher Anstieg über Asche, lose, immer vorhandene trittkuhlen suchend.immer wieder nach O querend, immer wieder neues bietend bis zur obersten der Nasen aus der jüngsten Aktivität 1798. Der sendero 9 führt schräg nach rechts, bald tauch das gelbe lapillifeld auf ind der Kraterrand ist erreicht. Traumhafte Strecke, relativ einfacher abstieg. Perfekt getimt, kurz vor Sonnenuntergang in Sandwolken der calima am auto. Nachsehen in den Vorschriften des parque, ob man nicht am Straßenrand bei den Parkverbot schildern der Einfahrt zu den colmera s parken kann.
Dann die Idee zum Rundweg: P beim teleferico, mit dem Rad meist abwärts zu der Einfahrt, Rad verstecken. Aufstieg sendero9 bis zur rambla, Abfahrt, rechtzeitig zum Auto, rad abholen.
Und dann erschrecke ich beim Flugunterhaltungrogramm, wie weit das alles weg ist.🔰
Samstag, 18. Oktober 2014
Chirbes rechnet ab
Rafael Chirbes schreibt in Am Ufer eine Abrechnung in einem Rundumschlag mit seinem Spanien. Abrechnung mit den Greueln des Franquismus aber auch mit der jüngsten Vergangenheit in der Eurozeit. Er macht das so drastisch und gründlich, dass ich mir erst mal eine Lesepause auf 81/424 gönne.