Sonntag, 29. Juli 2018

Architektur mit Loops 2

Meine Idee der Architektur mit Loops hat sich weiterentwickelt. Es geht jetzt darum, den einfachen geometrischen Formen wie Quader, Zylinder, Kugeln oder Artefakten der akademischen Architektur eine Art höherer geometrischer  Form gegenüberzusetzen. Formen, die ähnlich wie Quader, Zylinder oder Kugel mathematischen  Regeln gehorchen, die ein wenig aufwendigere Formeln nutzen. Die Natur macht uns so etwas bei Pflanzenteilen oder Blüten sehr vielfältig vor.
Das Vorgehen dabei ist einfach: Man beginnt mit der Formel einer Schnecke, beispielsweise mit einer Epi- oder Hypozykloide mit einem wachsenden Parameter. Codieren, Parameter variieren, ansehen, Code weiterentwickeln. Immer wieder.

Maximus &E.

Maxim Biller: Esra. Ein Unbuch heute, nicht im Handel https://de.m.wikipedia.org/wiki/Esra_(Roman) . Stollten die vielen Stellungnahmen seinerzeit vor 2010 mich abhalten, heute darüber zu schreiben? Ich lese eine Ausgabe mit vielen Auslassungen, von denen mir nicht klar ist, welche aus dem damaligen Stand des Rechtstreits herrühren und welche aus  künstlerischen Gründen existieren. Ein Buch in einer Sprache, die virtuos genannt wird. Ich empfinde sie als meisterhaft, leidenschaftlich. Und maximal egoistisch. Was ich bei Billers Aufritten im literarischen Quartett als Rollenspiel im Kontrast zu den Pappnasen des Fernsehens und einer Literaturredaktion unvoreingenommen empfunden habe, ätzend, zielgenau, mit scharfer Munition wild ballernd, ist trotz aller Übertreibung kein Schauspiel, das ist Persönlichkeit, tief schwarz. Ich müsste das Buch nochmals von vorn beginnen, um ein Jota von Empathie des Protagonisten mit Esra zu finden. Ein weiterer auffälliger Zug: kommuniziert der Schriftsteller mit Esra mit seinem mächtigsten Werkzeug, den geschrieben Wort? Wie intensiv wurde dieses Werkzeug von den meisten deutschen
Schriftstellern von Goethe bis Walser genutzt.
Ein Protagonist der leidenschaftlich liebt, aber nur sich selbst. Die Protagonistin schildert er auf einer Seite im einzelnen als Sklavin.
Es gibt den Film Noir, den Roman Noir, so bin ich in Versuchung, das Werk als schwarzen Liebesroman einzuordnen. In Analogie zu den schwarzen Krimis  steht, gleich wichtig wie die Action, das psychische Erleben des Protagonisten.
Ich habe das Buch, wahrscheinlich deswegen, verschlungen&genossen.

Mittwoch, 25. Juli 2018

Albertinum Erwerbungen 1949 bis 1990

Der vom Albertinum gewählte Titel "Ostdeutsche Malerei und Skulptur1949-1990" ist falsch. Es ist eine Auswahl aus den Beständen, welche "die wechselvolleAufkaufspolitikzu DDR-Zeiten und danach" abbilden, so der Text des Faltblattes, gefaltet mit der Ansicht der heutigen Austellungsmacher. Sie haben als Struktur die Erwerbszeitspannen, gepflastert mit den nichtssagenden Namen von Museumsdirektoren, die eher stört als nützt. Diese Schwäche war den Machern wohl bewusst, weshalb eine fülle von 24 Führungen und Veranstaltungen angeboten werden: Vorträge, Künstlerführungen, Künstlergespräche und "Wir müssen reden". https://albertinum.skd.museum/programm/wir-muessen-reden/ , darin findeet sich auch der Download für das Faltblatt zur Ausstellung.
Es ist eine Ausstellung über deutsche Kunst, zum grössen Teil abseits des international Bekannten, ohne internatonale, wohl aber DDR-Ikonen.
„Literatur und bildende Künste sind der Politik untergeordnet, aber es ist klar, dass sie einen starken Einfluss auf die Politik ausüben. Die Idee der Kunst muss der Marschrichtung des politischen Kampfes folgen.“ Verkündete Otto Grotewohl laut https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kultur_in_der_DDR . Damit erfordert eine Kunstausstellung eine Aufarbeitung der Vergangenheit weit über eine Zeittafel hinaus. Diese Aufarbeitung ist wohl schwer.
So ist es nach der von Grotewohl formulierten Vorgabe auch unvemeidlich, dass ich mich an einiges an meine Kindheit mit "Kunst dem Volk" erinnerte. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kunst_im_Nationalsozialismus .
Fazit: Die Ausstellung habe ich als einen neuartigen Einstieg in eine deutsche Vergangenheitsbewältigung sehr geschätzt, ansehen!

Architektur mit Loops in D.A.

Das Thema der Architektur mit Loop in Digital Art Manier, das am 24.2. im Post mit Zykloiden schon anklang, scheint mir doch ein wichtiges Werkzeug. Es half mir jetzt, bei meinem Hirnwurm, der etwas über dem Ohrwurm im Kopf zum "Kunstmuseum Unterhaching" nistet, ein Stück weiter zu kommen, beinahe schon zum "making of".
Loops sind wohl mein wichtigstes Werkzeug beim Coding von Digital Art, weil sie unerlässich sind, den Code kurz, lesbar und linear zu halten.

So sieht das Ausdruck einer Stufe der Implementierung aus, in dem die vertikalen Teile des Tragwerks zur besseren Übersicht noch nicht gezeichnet werden. Nach diesem Ausdruck werden Ansichten gezeichnet:
....Und für weitere Verbesserungen genutzt.
Oder für neue Ansätze im Code.

Sonntag, 22. Juli 2018

Wahres Kammertheater

X SHARED SPACES: ROUTE III – LUDWIGSVORSTADT

STARTPUNKT: CLUB 29 /// MIT: FRANZ WANNER, YOUNG BOY DANCING GROUP, BILLINGER&SCHULZ, LEON EIXENBERGER, MARIAM GHANI & AS COOL AS, KISSI BAUMANN & WASEEM SEGER, JOHANNES PAUL RAETHER, JEREMY NEDD, JOSEFA NEREUS (RESIDENZPROGRAMM BURSCHENSCHAFT MOLESTIA)


PERFORMANCE

Ja, Theater in shared spaces, Wohnungen Räume, innen im Auto mit Augenbinde. Und die dann die vorgeschriebene Route zu Fuß in einer Ludwigvorstadt von dem nüchternen Raum der Suchtberatung vorbei an Multikulti, am Samstag Abend in voller Blüte samt den Frauen, Treppenhäuser, Aufzüge. Performance von dem einsamen dunklen Schönen mit Deo über Szenen einer Gruppe zum gedeckten Abendmahl, ja, auch Sex in Laser-Gruppe und gegen Entgelt, Immigration mit dem zufälligen Gespräch mit einem aus Westafrika Stammenden, nahe meinen Tenerife.
Theater ein paar Stunden her.

Samstag, 21. Juli 2018

6300 Jahre Einsamkeit

https://crm.wired.de/re?l=D0I1ikszefI4497desIp
Die Reise von der Erde zum nächsten eventuell bewohnbaren Planeten proxima centauri b dauert 6300 Jahre für die menschliche Siedler-Familie. Leitet sie das Anthropozäum X.0 ein, nachdem die Menschheit zuvor schon alles getan hatte, um die Erde weiter nutzen zu können?

Samstag, 14. Juli 2018

Liz Nielsen Photogramme

https://www.perlentaucher.de/efeu/2018-07-14.html?nle_id=7891
Nielsen's photogramme mit Folien direkt auf dem Photopapier sind sicher in ihrer Farbsättigung nicht zu übertreffen. Doch sie reizen mich, mit transparenten Hinterglasbildern, aufgenommen mit dem Smartphone, ihren Spuren zu folgen.