Haruki Murakami: Von Männern die keine Frauen haben. Es war eine fesselnde Lektüre aus der Feder des Großmeisters. Obgleich, der Titel irreführend, Kurzgeschichten nicht mein Ding, einiges experimentell und eher Murakami auf dem Weg zu Kafka als zu sich selbst. Der Titel meint, Männer, die keine Ehefrauen oder so etwas wie monogame Partnerinnen haben, Männer, die Männer haben sind auch nicht vorgesehen. Die Erzählungen sind so gut, dass man über diese Mängel an der Verpackung gene hinwegliest.
Donnerstag, 4. Juni 2015
Dienstag, 26. Mai 2015
Saramago Mitläufer
Jose Saramago: Das Todesjahr des Ricardo Reis. Saramago knüpft schon mit dem Titel ganz unverhohlen an Fernando Pessoa an. Und lässt Pessoa als untoten Toten die Leitfigur bis zum letzten Gang des Ricardo spielen. Ricardo selbst ist ein Irrlicht, der Plot des Romans eine Irrfahrt in einer Diktatur. Beschreibt Saramago seine Rolle in der Zeit Salazars? Allemal konnte ich mich dem Buch nicht entziehen, ob es daran liegt, dass es gut ist?
Mittwoch, 13. Mai 2015
Freitag, 1. Mai 2015
Moacyr Scliar: der zentaur im garten
Ein wunderbares Märchen. Oder doch nur eine phantastische Übertreibung? Auf jeden Fall ein spannendes Lesen.
Buchheim
Das Buchhheim-Museum, wunderbare Architektur. Ein genius loci, der einen schon anspringt sobald man auf dem Fußweg vom Parkplatz kommend, den See und das Ensemble von Bau und Park überblickt, beinahe zu sehr von oben herab. Man sieht die Fußwege rechts, den Bau und freut sich schon auf eine annähernde Umrundung des Gebäudes bevor man sich ins Innere begibt. Weit gefehlt, kein Kiesweg dicht am Wasser, der unter der hohen Landungsbrücke einen die Lage zugänglich macht. Was sucht ein Hof mit Geräten zur Pflege des Parks in so prominenter Lage? Also auf ins Innere.
Oh weh, vom Regen in die Traufe mit den erhabenen Gefühlen. Zwar wird man von Eingangshalle und Kasse samt freundlichem Geistern wohl empfangen, aber dann zeigt einem die Innenarchitektur und Einrichtung noch weniger als die kalte Schulter: mich hat sie vor den Kopf gestoßen. Kein roter Faden führt einen zum Expressionismus im Quadrat, macht einen, der die Buchheim Sammlung schon wiederholt besucht, aber nicht im Detail mit ihr vertraut, auf den Mehrwert des ^2 aufmerksam. So bleibt es allein den wunderbaren Bildern überlassen, den Betrachter wieder zu begeistern.
Und dann gar die "Obsessionen". Versteckt hinter einem Paravent im Untergeschoss beginnend. Schon der Titel Obsessionen im Flyer hat mich stutzig gemacht, samt seinem Titelbild von Egon Schiele. Obsession? Besessenheit im Jahre 2015? Der Texter sollte sich mal ansehen, was heute unseren 14+ -jährigen zur "Aufklärung" zur Verfügung steht. Zu den Exponaten. Sie sind im dunklen, roten Kabinett nur schwer zu erkennen. Überraschung? Ja, die Dynamik der Darstellungen von Rodin. Und dann Teil 2: zwei Stockwerke höher. Wieder vorbei an hässlich zugeklebten Glastüren.
Buchheim nahm kein Blatt vor den Mund. Wenn er das Alles heute so gesehen hätte, objektiv und nicht als sein eigenes, wie ich es tat, so hätte er laut gerufen: Wer räumt den Buchheimstadl auf?
Freitag, 27. März 2015
Elektrischer Motorschirm 2
Dies ist ein Plädoyer für ein Mantelstromtriebwerk anstelle eines freien Propellers nach dem Stand der Technik wie in http://www.skyjam-aircraft.com/38601/22001.html gezeigt. Damit soll der große Strömungswiderstand des Piloten samt Gurtzeug und des Antriebs vermieden werden. Ein Mantelstromtriebwerk mit einem schlanken PSM, bei bestem Wirkungsgrad betrieben, ist zunächst einmal eine Aufgabe für Modellrechnungen, dann für eine adäquate Konstruktion. Dieses Triebwerk wird über dem Kopf des Piloten angebracht, näher am Schwerpunkt des Luftwiderstand als es beim Rucksackpropeller der Fall. Damit dürfte der Wirkungsgrad der kostbaren elektrischen Energie, sei es aus Akku oder Solarzellen deutlich erhöht werden ohne das Gewicht stark zu erhöhen.
Freitag, 6. März 2015
Motorschirm&Piccard?
Solar Impulse, der Segelflieger mit Elektroantrieb, solargespeist und mit Akkus für die Nacht. Damit könnte der Pionier Piccard es schaffen mit einigen 10 oder 100 Millionen € Aufwand die Welt nonstop zu umrunden. Ist daraus für einen Allerweltssport etwas zu lernen? Warum nicht? Ein Gleitschirm mit Elektroantrieb in Tandemgröße hat genug Tragfähigkeit für Solarzellen und Akku. Nicht auf Nachtflug, sondern auf extreme Langstrecken zielend: 14 Stunden mit 30 km/h als pimaldaumen. Eine neue Disziplin von Langstrecken, mehr sonnengetrieben, weniger aufwindgetrieben.
Kurz eine erste Rechnung. Bei 40 m^2 Fäche brutto eines Tandemschirms könnte bestenfalls 30 m^2 Fläche für die Solarpanele gewonnen werden, die bei 20% Wirkungsgrad eine installierte Nennleistung von 30*200 W ergeben, 6 kW, wenig im Vergleich zu den 10 kW eines elektrischen Rucksackpropellers http://www.wildblumenburri.ch/ul_flugzeuge/aufstiegshilfe.html
Dies wirft die Frage nach einem besseren Antrieb auf. Wäre das ein Mantelpropeller[ https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mantelpropeller], bekannt vom dominierenden Turbofan bei Verkehrsflugzeugen. Dies dürfte den elektrischen motorschirmen mit offenem Propeller nicht nur im Hinblick auf Sicherheit überlegen sein [https://de.m.wikipedia.org/wiki/Motorschirm]. Für die Konstruktion der Solarpanels gibt es ausser Piccard und co wenig Vorbilder: sie nutzen die starren Tragflächen. Ginge auch beim Hängegleiter, beim Schirm sind in der Längsrichtung angebrachte, schmale Solarpanele machbar. Sicher nicht einfach, sie in die Oberfläche des Gleitschirms zu integrieren.
Das Durchführen eines derartigen Projekts dürfte selbst ein Team von Bastlern mit Sponsoren weit überfordern. Eine Uni-fliegergruppe? Ein Fraunhoferinstitut mit Industriebeteiligungen? Geht das auch als Flugmodell?